Quer durch Flores

Dass wir den Jahreswechsel in Maumere verbracht haben, wisst ihr ja schon. Hier nun endlich der Bericht, wie wir dort hingekommen sind.

Am Freitagmorgen um halbacht holt uns der Fahrer vom Hotel in Labuan Bajo ab. Vier Tage werden wir unterwegs sein quer durch Flores bis nach Maumere im Osten.

Für Dieter beginnt die Fahrt mit einem kleinen Unfall. Auf dem steilen und regennassen Weg zum Auto rutsche ich mit dem Rucksack auf dem Rücken aus und schlage mir das Knie auf. Auch die Hose überlebt das, hat allerdings Loch. Der Beginn unserer Fahrt gestaltet sich auch weiter etwas stotternd. Denn Petra, die wir kurz danach unten im Ort abholen, hat am Vortag am Geldautomaten zwar eine Quittung, aber kein Geld bekommen. Das muss sie erst mit der Bank klären.

So verlassen wir das angenehme Hafenstädtchen Labuan Bajo erst kurz nach neun. Lexi, unser Fahrer, outet sich als Fan des argentinischen Fußballstars Messi, erweist sich aber ansonsten als ziemlich wortkarger Geselle. Das Landschaftsbild, das sich nach wenigen Kilometern auftut, begleitet uns während der ganzen Fahrt: Berge, Berge, Berge, meist dicht bewaldet, selten felsig-schroff. Ab und zu der Kegel eines Vulkans dazwischen. Und immer mal wieder wird der Blick frei aufs Blau des Meeres. Flores ist rund 360 Kilometer lang und zwischen 12 und 60 Kilometer schmal.

Landschaft pur

Die Täler, die tief in die Berglandschaft eingeschnitten sind, machen die Fahrt zu einer andauernden Kurverei nach unten und wieder nach oben. Überall kleine Siedlungen und Dörfer mit Häuschen und Hütten aus Stein, Holz, Bambus und fast immer einem Dach aus Wellblech. Der Reichtum wohnt woanders. Kein Supermarkt weit und breit, nur die typischen Minilädchen mit ein paar Süßigkeiten, Instandsuppen, Getränken und Hygieneartikeln. Davor oft Plastikflaschen mit Benzin, Futter für die Mopeds. Richtige Tankstellen, alle neu gebaut, finden sich nur in den wenigen größeren Orten, oft mit Fahrzeugschlangen bis weit auf die Straße. Meist aber ist Flores Landschaft pur, wunderschöne Landschaft.

Wenige Kilometer hinter Labuan Bajo fällt uns die erste, recht große, katholische Kirche auf. Wir würden sie gerne von drinnen ansehen, aber es steht ein Brautpaar vor dem Altar. Wir begnügen uns mit einem kurzen Blick von der Eingangstür. Dreiviertel der Einwohner bekennen sich zur katholischen Kirche. Je weiter man nach Osten kommt, umso “katholischer” wird Flores. Im Osten der Insel begannen die Portugiesen die christliche Missionierung, die die Holländer später fortsetzten. Im Westen und in Küstenregionen ist der Islam stark vertreten, was wir ja in unseren Ankunftsort Labuan Bajo schon lautstark mitbekommen haben. Auch wenn sich die meisten Einwohner zu diesen Großreligionen bekennen – der althergebrachte Geisterglaube und Ahnenkult mit seinen Ritualen lebt weiter.

Beim Dorf Melo ist unser erster planmäßiger Halt. Wir werden auf eine Anhöhe hinaufgeführt, von der man weit übers Land bis zum Meer sehen kann. Ein alter Mann begrüßt uns und führt uns in ein Besucherhaus, wo wir mit Kaffee und Ananasstücken bewirtet werden. Das Ganze ist wohl ein Projekt, um Einnahmen für die Dorfgemeinschaft zu erzeugen – zu zahlen ist ein kleiner Obolus. Gelegentlich übernachten in dem Besucherhaus auch Touristen. So ganz erschließt sich mir der Sinn für uns allerdings nicht, auch wenn wir einen Ordner mit Informationen über die Geschichte des Projekts in die Hand gedrückt bekommen. Aber nett ist es trotzdem mit dem alten Herrn, der kein Englisch spricht, und die schöne Aussicht lohnt.

Spinnennetz-Reisfelder

Nach dem pausenlosen Auf und Ab eröffnet sich vor der Provinzhauptstadt Ruteng eine Hochebene, die intensiv für den Reisanbau genutzt wird. Bauern stehen fast knietief im Wasser und Schlamm, um die Reispflanzen zu ernten – sicher eine mühsame Arbeit. Der Reisanbau hat auf Flores keine sehr lange Tradition; erst Holländer brachten das Getreide im 19. Jahrhundert auf die Insel. Bei Cancar sehen wir außergewöhnliche Feldformen. Zwei Kinder vom Dorf führen uns gegen ein kleines Entgeld einen Hügel hoch, und von oben erkennen wir, dass die Felder von einem Mittelpunkt aus strahlenförmig wie ein Spinnennetz angelegt sind. Leider kann uns niemand den Sinn dieser seltsamen Feldform erklären.

Etwas ratlos bleiben wir auch im Dorf Pu’u, das am Stadtrand von Ruteng liegt. Dort stehen rings einen mit Steinen aufgeschütteten Mittelpunkt ein paar auf Stelzen gebaute mehreckige Holzhütten mir spitzem Schilfdach. Obwohl wir auch hier eine Art Eintritt zahlen müssen und uns ein junger Mann in ein Haus führt, bleiben brauchbare Informationen aus. Immerhin erfahren wir, dass es sich um traditionelle Häuser der Manggarei handelt, der in dieser Gegend vorherrschenden Volksgruppe. Und der Reiseführer lehrt uns, dass es auf Flores sieben größere Volksgruppen gibt, die jeweils ihre eigene Sprache sprechen. Um sich untereinander zu verständigen, müssen sie auf die gemeinsame Verkehrssprache Indonesisch zurückgreifen.

Mopedkorso in Ruteng

Ruteng präsentiert sich uns als bunt zusammengewürfelte Ansammlung gesichtsloser Bauten, die kein charakteristisches Stadtbild mit Wiedererkennungswert ergeben. Alles wirkt eher trist und ärmlich. Einzig die stattliche, weiß getünchte Kirche sticht heraus. Lexi bringt uns zu einem Homestay außerhalb des Zentrums. Ein angenehmer Ort zum Übernachten, wie sich herausstellen wird, für wenig Geld zudem. Auf der Fahrt zum Abendessen durchqueren wir eine Einkaufsstraße mit weihnachtlichem Lichterschmuck, bevor wir wieder in die Düsternis einer Seitenstraße einbiegen.

Auch ein Restaurant zu finden, erweist sich als schwierig. Die beiden einzigen, die der Reiseführer nennt, haben zu. Fahrer Lexi kennt zum Glück noch ein drittes Esslokal, um den Begriff “Restaurant”zu vermeiden. Von draußen dringt ein Höllenlärm herein: Die Jugend der Stadt veranstaltet einen Mopedkorso. Das tut sie offenbar jedes Jahr zwischen Weihnachten und Silvester. Ein bisschen Remmidemmi gegen die Tristesse des Alltags? Aber was weiß ich, wieviel Spaß junge Leute hier haben …

Kachelgräber

Am nächsten Morgen fahren wir einen Hügel hoch, weil man von dort einen schönen Ausblick auf die Stadt und die umliegende Bergwelt hat. Um Ruteng liegen die höchsten Berge der Insel. 2.400 Meter erreicht der höchste Gipfel, der sich allerdings wie seine Kollegen an diesem Morgen in Wolken hüllt. Oben auf dem Hügel liegt auch ein Friedhof und ein Kreuzgang. Die Gräber muten seltsam an, denn sie sind vollständig gekachelt, keine Erde, keine Blümchen. Das ist offenbar hier so üblich. Denn später sehen wir die Kachelgräber auch neben vielen Privathäusern. Die Familienangehörigen werden also im eigenen Garten begraben. Vielleicht auch eine eigenartige Vermischung von Katholizismus und althergebrachtem Ahnenkult?

Weiter durch die großartige Berglandschaft, immer wieder ein Blick auf Reisterrassen, deren Ertrag in den Dörfern auf großen Matten zum Trocknen ausgelegt wird. Und wieder zeigt sich der Himmel freundlich. Sollten wir etwa eine Schönwetterperiode erwischt haben? In einem Dorf kurz vor Bajawa steht der Besuch einer kleinen Arak-Brennerei auf dem Programm. In Plastikflaschen gefüllt wird der Palmfrucht-Schnaps hier überall am Straßenrand angeboten. Unser Fahrer ersteht eine Buddel von dem Zeugs, verstaut sie zu unserer Erleichterung unprobiert im Kofferraum. Wir werden später erfahren, dass Arak als Gastgeschenk ein Muss ist – und Alkoholismus ein Problem auf Flores.

Hotel Edelweis

Bajawa erreichen wir schon am frühen Nachmittag. Die Provinzhauptstadt in den Bergen wird überragt vom spitzen Kegel des Ganung Inerie. Hätte der über 2.200 Meter hohe Vulkan eine weiße Schneekappe auf, könnte man ihn glatt für den Fujijama halten. Wir beziehen nach einem Mittagessen unsere Unterkunft in Bajawa, das “Hotel Edelweis”. Das Hotel Edelweis heißt tatsächlich so. Zur gemütlichen Herberge in den Bergen fehlt ihm nicht nur das “s”, sondern auch sonst noch einiges. Bei unserem Zimmer drückt sich das – wie könnte es anders sein – in einem völlig verrotteten Deckel des Spülkastens aus. Immerhin das Klo funktioniert an sich – aufs Duschen verzichten wir.

Am Nachmittag fahren wir nach Bena, das eine halbe Stunde von Bajawa entfernt liegt. Im Hotel Edelweis hat sich uns zuvor ein Guide angeboten, der uns in die Dorfgemeinschaft einführen will. Bena ist eins der “Highlights” im Reiseführer, ein traditionelles Dorf der Volksgruppe der Ngada. Unser Guide hat uns schon angekündigt, dass heute eine besondere “Celebration” stattfindet, ein Dorffest, bei dem die Jugend in die Gemeinschaft aufgenommen wird (so habe ich das verstanden). Und tatsächlich, schon vom Parkplatz unterhalb des Dorfes sehen wir einen Kreis tanzender Menschen. Und es handelt sich offenbar um keine Show für Touristen, denn wir sind die einzigen Fremden.

Bena: Ahnenkult und Katholizismus

Bena liegt am Füße des Ganung Inerie. Um den terrassenförmig ansteigenden Dorfplatz stehen Wohnhäuser aus Holz mit Vordächern aus Bambus. An manchen Hütten hängen Büffelhörner, Überbleibsel geopferter Tiere. Neun Sippen lebten im Dorf, erklärt unser Guide, jede habe ein Stammhaus, erkennbar an den Figuren der Dachfirste. Und jede Großfamilie besitze ein Ngadhu, einen Pfahl mit einer Kriegerfigur an der Spitze, der für die männlichen Ahnen stehe. Außerdem eine Bhaga, kleine Hütten mit Strohdach, die das Weibliche verkörperten und den weiblichen Ahmen gewidmet seien. Trotz Tieropfern und Ahnenkult – auch die Bewohner von Bena zählt die katholische Kirche zu ihren Schäfchen, und in der Kirche murmeln sie das Vaterunser mit.

Wir gesellen uns zu den Tanzenden: Gehüllt in dunkelblaue Röcke mit hellblauen Mustern bewegen sich Frauen und Männer, Kinder und Alte, stampfen mit den Füßen und wiederholen in monotonem Singsang die immergleichen Worte. Andere aus dem Dorf, die keine traditionellen Gewänder tragen, schauen dem Spektakel zu. Die hätten gerade Pause, erklärt unser Guide lapidar, das Fest dauere schließlich zwei volle Tage. Nach etwas zwanzig Minuten löst sich der Tanzkreis auf, und es beginnt das, was das Fest sonst noch ausmacht: viel essen und viel Arak trinken. Wie es sich gehört, werden auch wir in ein Haus eingeladen. Dort bekommen wir Reis und Fleisch, und auch ums Nippen an einer Schale mit Arak kommen wir nicht herum. Und natürlich sind wir drei Bleichgesichter die Sensation des Festes. Man reißt sich geradezu, von uns und mit uns fotografiert zu werden.

Wir verabschieden uns, denn unser Guide will ums noch zu “Hot Springs” bringen, die nur Einheimische kennen. Auf schmalen, teils unbefestigten Straßen fahren zu einem Bach, der sich wirklich als kleine Sensation erweist. Denn eine Seite des Gewässers ist kalt und die andere badewannenwarm, irgendwo in der Mitte verläuft die Temperaturgrenze. Als wir zum Baden hineinsteigen, sind wir erneut die Könige des Tages. Ein Dorfschönling posiert mit Petra vor der Kamera.

Service-Desaster

Zurück in Bajawa erleben wir beim Versuch zu Abend zu essen ein Desaster. Im Restaurant, so gemütlich wie der Wartebereich des Arbeitsamtes, sitzen schon ein Dutzend andere Touristen. Die einzige Bedienung (die vielleicht auch die einzige Köchin ist??) scheint völlig überfordert. Wir unterhalten uns gut, aber nach eindreiviertel Stunden haben wir weder Essen noch Getränke auf dem Tisch. Nachfragen lösen nur ängstliche Blicke aus. Wir ziehen ins Gasthaus gegenüber, das andere Restaurant des Ortes, wo wir schon zu Mittag gegessen haben. Nein, so richtig auf Touristen eingestellt ist man auf Flores noch nicht.

Beim Frühstück im Edelweis trifft Petra ein älteres Ehepaar aus Australien wieder, das ihr vorher mal flüchtig begegnet war. Die Frau arbeitet für eine Hilfsorganisation in einem Krankenhaus auf Osttimor. Tuberkulose, so erzählt sie, sei dort ein großes gesundheitliches Problem neben Malaria. Wir fahren weiter Richtung Osten. Es ist Sonntag, der letzte im alten Jahr. Wir kommen an langen Zügen von Kirchgängern vorbei, alle sonntäglich fein gekleidet. So ähnlich muss es wohl im ländlichen Bayern vor einigen Jahrzehnten gewesen sein.

Auf den Reiseprogramm steht ein Stop an der “Blue Stone Beach”. Am Strand kommen vermehrt hübsche blaue Steine vor, die sich sicher sehr dekorativ in Badezimmern machen. Frauen sammeln sie, um sie am Wegesrand zu verkaufen. Die “Blue Stone Beach” ist eigentlich keine große Sensation. Man merkt, dass die Veranstalter beim Zusammenstellen von Reiseprogrammen Mühe haben, “Highlights” zu identifizieren. Die hat Flores wenige, oder anders gesagt: Das Highlight ist die Insel selbst.

Three Color Lakes

Wir kommen an Ende, die der Reiseführer als “wichtigste Stadt der Insel” tituliert. Unser Ziel heute ist Moni, ein kleines Dorf in den Bergen. Seine Bedeutung gewinnt der Ort als Ausgangspunkt für den Trip zu den “Three Color Lakes”, Kraterseen des Ganung Kelimutu. Das Besondere ist, dass die Seen schon mehrfach die Farben geändert haben, wahrscheinlich bedingt dadurch, dass unterschiedliche Mineralien im Wasser gelöst sind.

Der Aufstieg zu den Kraterseen ist allerdings erst für den nächsten Morgen geplant. So haben wir Zeit durchs Dorf zu schlendern. Zwei, drei Traveller-Unterkünfte gibt es hier, darunter unseres, das Binting Guesthouse. Die meisten bleiben wie wir nur eine Nacht, und ziehen nach dem Besuch der Kraterseen weiter. Auffallend ist der große Markt des Örtchens. Offenbar kommen auch von den Dörfern ringsum die Menschen hier zusammen, um zu kaufen und zu verkaufen. Jetzt am späten Nachmittag sin die meisten Stände allerdings schon abgeräumt. Von der Kirche nebenan hören wir das Singen von Kindern. Dem Gotteshaus angeschlossen ist ein Kinderheim. Als wir am Tor des Geländes stehen, eilen gleich ein paar Kinder herbei, um uns einzulassen. “Hello Mister, what’s your name?” – und die Gesichter strahlen. Wieder einmal beweisen die Kleinen ungeheures Talent, sich beim Fotografieren in Posen zu werfen. Kinder machen sich ja immer gut als Motiv, die Jungs und Mädels hier sind allerdings schwer zu toppen.

Beim Abendessen im Café des Gästehauses lernen wir Hans kennen. Er hat, wie viele hier, einen europäischen Vornamen. Hans dient gerade einer anderen Touristengruppe als Guide und spricht uns auf Deutsch an. Er habe großes Interesse an der Sprache und an Deutschland, sagt er, und würde viel von den deutschen Touristen lernen. Hans ist, wie schon der Guide in Bajawa, ein Kumpel unseres Fahrers Lexi. Die Fahrer und Guides scheinen inselweit miteinander verbandelt zu sein, in fast jedem Ort wohnt ein “Freund”, “Bruder” oder “Cousin”. Hans wohnt in Maumere, unserem Zielort, und Petra schreibt sich seine Nummer auf.

Anderntags müssen wir um vier Uhr morgens aus den Federn. Denn die Kraterseen sollen bei Sonnenaufgang bestaunt werden können. Der mehrstündige Aufstieg bleibt uns erspart, wir werden wie die meisten Touristen bis zu einem Parkplatz hochgefahren, was fast einen dreiviertel Stunde dauert. Vom Parkplatz gehen wir auf gepflasterten Treppenwegen noch zwanzig Minuten weiter. Alles sehr gut ausgebaut hier, selbst Abfalleimer getrennt für Organisches und Plastik fehlen nicht. Das Gebiet um Vulkan und die Seen ist Nationalpark, in dem einige endemische Tier- und Pflanzenarten vorkommen.

Seen ohne Sonne

Es ist neblig und wolkenverhangen hier oben. Wir blicken auf den ersten Kratersee, der als dunkle Wasserfläche zwischen den Schleiern erscheint. Ein Stück weiter ist eine Gipfelsäule, von der aus man die beiden anderen Seen sehen soll. Hier haben sich schon zwei Dutzend Touristen versammelt, wohl eine der zahlenstärksten Touristenansammlungen auf Flores. Sehen tun wir die Seen allerdings nicht, zu dicht sind Wolken und Nebel. Erst nach einer Weile geht ein Raunen durch die Menge. Der Nebel hat sich soweit gelichtet, dass allmählich das Türkis des einen Sees entgegenleuchtet. Auch den See dahinter sieht man allmählich, allerdings fehlt ihm die leuchtende Farbe. Erinnert Helga und mich alles an die Kraterseen um Tongario in Neuseeland, die wir 2005 erwandert haben. Ganz mithalten können die Kelimutu-Seen damit nicht, zumal sich die Sonne nicht zum Durchbruch durchringen kann.

Nach einem späten Frühstück brechen wir zu unserer letzten Etappe auf, der Fahrt nach Maumere. Außer Landschaft bestaunen steht nichts mehr besonderes auf dem Programm. Ein Halt noch an einem bescheidenen Warung am Strand, wo uns ständig Raupen vom Baum auf den Kopf fallen. Der Wirt ist Muslim und spricht ein wenig Deutsch. Ein paar Jahre habe er die Sprache in der Schule gelernt, sagt er. Deutschland zählt was auf Flores, und von den wenigen Touristen im Landesinnern dürften unsere Landsleute in der Überzahl sein. Ein lustiges Bild zum Abschied: Ein junger Mann zieht ein Schwein an der Leine den Strand entlang.

Lexi fährt uns netterweise zum “Sea World Club”, der etwa zehn Kilometer östlich von Maumere liegt. In dem Ressort wollen wir länger Station machen. Petra hat sich unserer Wahl angeschlossen. Sie bezieht den Bungalow hinter unserem. Es ist der Tag vor Silvester.

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