Potosi und Sucre, Bolivien: Irrtümer

La Paz ist die Hauptstadt Boliviens, sie größte Stadt des Landes und die höchstgelegene Großstadt der Welt. Das dachten wir auch mal. Ist aber alles falsch.

Für einen Auftritt bei Jauch bitte merken: Die Hauptstadt Boliviens ist Sucre. Die größte Stadt des Landes ist Santa Crux. Die höchstgelegene Großstadt der Welt ist Potosí.

Und in ebenjener bolivianischen Provinzhauptstadt Potosí kommen wir am späten Freitagnachmittag (31. Mai) an. Mit uns Phillip, Alex und Cathrin, Antonio und Miranda, die auf dem atemberaubenden Trip von Tupiza zur Salar de Uyuni dabei gewesen sind. Phillip fährt vom Busbahnhof gleich weiter nach Sucre, wir anderen machen uns zunächst zu Fuß, dann per Taxi auf den Weg zur Unterkunft. Wir haben unsere zum Glück schon vorgebucht: Das “Hostal Las Tres Portadas” liegt in einem der herausragenden Kolonialbauten der Stadt. Nach dem großen Frieren auf unserer Exkursion haben wir darauf geachtet, dass das Zimmer heizbar ist. Die “Heizung” besteht aus einem Elektrostrahler, den man uns auf Nachfrage ins Zimmer stellt und der es leidlich erwärmt. Unser recht kleines Zimmer liegt an einem der zwei schönen Innenhöfe (Patios) des Stadthauses. Die Brunnen der Patios plätschern zwar nicht mehr, schauen aber hübsch aus. Trotz des einfachen Standards des Hotels spüren einen Hauch von Noblesse. Hier versammelte sich einst bestimmt eine wohlhabende Bürgerfamilie.

Reichste Stadt der Welt

Apropos wohlhabend: Potosí war einmal eine der reichsten und größten Städte der Welt! An die 200.000 Einwohner sollen es im 17. Jahrhundert gewesen sein, in der Stadt standen 60 Kirchen. Der Silberreichtum des “Cerro Rico” (“reicher Hügel”), an dem die Stadt liegt, machte die Stadt zur Schatzkammer der spanischen Eroberer. 1545 gegründet, verhalf die größte Silbermine des spanischen Reiches der Stadt rasch zu sagenhaftem Reichtum. Ein Reichtum allerdings, der mit dem Elend der indigenen Urbevölkerung erkauft war. Die unterjochten Indigenas mussten als Zwangsarbeiter unter mörderischen Bedingungen in den Minen schuften. Später versuchten die Spanier auch aus Afrika verschleppte schwarze Sklaven als Minenarbeiter einzusetzen. 12 Stunden schufteten die Zwangsarbeiter pro Tag und blieben vier Monate am Stück unter Tage, schreibt der ” Lonely Planet”. Viele Arbeiter starben durch Unfälle oder an Staublunge. Schätzungen sprechen von bis zu acht Millionen Toten, die der Frondienst in den Minen unter der indigenen Bevölkerung gefordert hat.

Im 19. Jahrhundert verlor das Silber an Bedeutung, Zinn trat zum Teil an seine Stelle. Mit dem Reichtum Potosís ging es bergab. Dennoch spielt bis heute der Silber- und Zinnabbau eine große Rolle. 1952 wurden die Minen verstaatlicht, seit 1985 haben Kooperativen der Minenarbeiter die Schürfrechte. Die Arbeitsbedingungen scheinen sich dadurch allerdings nicht grundlegend verbessert zu haben. Die Minenarbeiter, zu denen noch immer auch Kinder gehören sollen, ruinieren heute auf eigene Rechnung ihre Gesundheit. Nach zehn bis fünfzehn Jahren leiden viele an Staublunge oder Lungenkrebs, haben es dann aber mit Glück zu etwas Geld gebracht, von dem ihre Witwe und ihre Kinder profitieren. Zur Minenarbeit gehört auch noch immer allerlei Kultisches, wobei Christliches und Heidnisches Hand in Hand gehen, viel Coca-Kauen und noch mehr Alkohol.

Minentouren

Viele Agenturen in Potosí bieten für Touristen Minentouren an. Eine zweischneidige Angelegenheit. Einerseits ist es wohl eine höchst eindringliche Erfahrung, dass es noch solch mörderische Arbeitswelten gibt. Auf der anderen Seite steht das Voyeurhafte der Veranstaltung. Außerdem: Ungefährlich ist das Einfahren in die Stollen auch für Touristen nicht, und nur Leute mit bester Gesundheit sollten sich das zumuten, warnt der “Lonely Planet”.

Eine Minentour kommt für uns schon aus Zeitgründen nicht in Frage. Wir wollen nur eine Nacht in Potosí bleiben und dann nach Sucre weiterfahren, der Hauptstadt Boliviens. So bleibt uns nur der Freitagabend und der Samstagvormittag für die Stadt. Am Freitagabend ist nur noch Essengehen angesagt. Wir geraten in ein recht stylisches Lokal, das besonders bei jungen Leuten aus Potosi beliebt zu sein scheint. Bolivianische Küche gibt es auch hier nicht, dafür kommt Mexikanisches auf den Tisch – oder was man in Bolivien dafür hält. Zu Tacos und Tortillas hätten wir hier übrigens auch Erdinger Weißbier trinken können. Wie schon in Tupiza fallen auch in Potosi die Lokale irgendwie aus dem Stil der Stadt heraus.

Ganz in bolivianischen Stil ist das Frühstück am nächsten Morgen im Hotel: zwei trockene Gebäcke aus Weißmehl, etwas Butter und Marmelade, Saft, Tee im Beutel oder Kaffee. Von letzterem ist Helga ganz angetan. Ein pechschwarzer und koffeinstrotzender Kaffeesud wird in die Tasse gegossen. Der Gast bestimmt die Menge. Bis zum Tassenrand wird dann nach Wunsch mit Wasser oder Milch aufgegossen.

Glanz vergangener Zeiten

Da der Bus nach Sucre gegen ein Uhr am Nachmittag fährt, haben wir noch ein wenig Zeit, Potosí bei Tageslicht anzuschauen. Erfreulich ist, dass es trotz der großen Höhe angenehm warm ist, in der Sonne genügt ein T-Shirt. Die Altstadt ist ein geschlossenes Ensemble von ornamentreichen Kolonialbauten aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Im Nachhinein verstehen wir nicht mehr so ganz, warum das argentinische Salta wegen seiner Architektur aus der Kolonialzeit so gerühmt wird. In Salta muss man Kolonialbauten eher suchen in einem unschönen städtebaulichen Durcheinander. Die Altstadt Potosís ist dagegen Kolonialstil pur. Seit 1987 gehört sie zum UNESCO Weltkulturerbe.

Wir klappern in der wenigen Zeit, die wir haben, nicht Sehenswürdigkeit u Sehenswürdigkeit ab, sondern lassen uns treiben. An der hübschen Plaza 10 de Noviembre, dem zentralen Platz, steht die mächtige Kathedrale. Der ursprüngliche Bau wurde im Jahr 1600 fertiggestellt, im 19. Jahrhundert wurde sie in neoklassischem Stil wiederaufgebaut. Leider konnten wir nicht rein, weil drinnen grade eine Veranstaltung stattfand. In eine andere Kirche können wir reinschauen: in die “Iglesia de la Merced” aus dem 17. Jahrhundert mit ihrer geschnitzten Kanzel und der eindrucksvollen Holzdecke.

Gleich neben der Kathedrale das Haus des Geldes. Die “Casa de la Moneda” ist die ehemalige Münzprägeanstalt der Stadt. 1575 fertiggestellt, war sie eine der aufwendigsten und teuersten Bauwerke des Spanischen Reiches. Später wurde das Gebäude, dessen Mauern mehr als einen Meter dick sein sollen, als Gefängnis, als Festung und als Hauptquartier der bolivianischen Armee benutzt. Heute ist darin eines der bedeutendsten Museen Boliviens untergebracht. Es zeigt Gemälde, indigene Textilien und – natürlich – eine große Münzsammlung. Leider haben wir auch dafür keine Zeit.

Beim Bummel durch die Stadt können wir den einstigen Reichtum der Stadt zwar erahnen, aber Potosí strahlt heute eher den morbiden Glanz vergangener Zeiten aus. Die aufwendigen Fassaden bröckeln, die Farben sind verblasst, die über die Straße ragenden hölzernen Balkone morsch. Während sich im Erdgeschossen der Häuser die Läden reihen, scheinen viele Obergeschosse leer zu stehen oder als Abstellraum zu dienen. Nur wenige Bauten strahlen frisch renoviert aus dem schleichenden Zerfall heraus. Die Menschen, die sich auf den schmalen Gehsteigen drängeln, ebenfalls, die Chaos stiftenden Autofahrer nicht.

Nach Sucre

Schade, dass wir schon weiter müssen. Potosí hätten wir uns zumindest einen vollen Tag gönnen sollen. Obwohl wir dem Tropf von Taxifahrer ausdrücklich gesagt haben, dass wir zum Bus nach Sucre wollen, bringt er uns zum alten Busterminal, wo kein Bus nach Sucre abfährt. Doch sofort stürzen sich Fahrer von Kleinbussen auf uns und bieten eine Fahrt in die Hauptstadt an. Na gut, dann eben auf diese Weise nach Sucre. Wir müssen noch etwas warten, bis der Fahrer seinen Wagen voll bekommen hat, aber dann geht’s los. Es ist nicht weit nach Sucre, zwei bis drei Stunden Fahrzeit. Das ist auch gut so, denn in so einem vollen Toyota-Neunsitzer hat man’s nicht so bequem. Die geteerten Hauptverbindungsstraßen Boliviens sind übrigens alle gebührenpflichtig mit Zahlstationen kurz vor oder hinter größeren Städten. Dort baut sich dann immer eine Armada von fliegenden Händlern, meist Frauen und Kinder, auf, die Reiseproviant verkaufen. Das sind natürlich alles keine “offiziellen”, steuerlich erfassten Jobs. Wie in vielen armen Ländern ist der “informelle Sektor” riesig. Das heißt, viele Leute schlagen sich mit derlei Minijobs mehr schlecht als recht durchs Leben. Die offiziellen Zahlen über Wirtschaftsleistung des Landes und Einkommen der Bevölkerung spiegeln die Wirklichkeit daher nur sehr bedingt wieder.

Ein Vorteil eines Minibusses ist, dass er einen am Ziel direkt an der Unterkunft absetzt. Wir haben allerdings für Sucre kein Hotel vorgebucht, sondern lassen uns am “Kulturcafe Berlin” absetzen. Den Tipp hatten wir in Tilcara vom Franzosen Antoine bekommen, der dort schon genächtigt hat und angetan war. Das “Kulturcafe Berlin” war wohl mal eine deutsch-bolivianische Begegnungsstätte, ist aber heute hauptsächlich ein angesagter Backpacker für junge Leute. Wir verwerfen schnell die Option hier zu übernachten, da wir bei Cappuccino und Kuchen im Cafe gerade die Vorbereitungen für die Samstagabendparty mitbekommen. Wie es der Zufall will, treffen wir auch Philip von der Salzwüsten-Tour wieder, der uns die Feierfreude des jungen Publikums bestätigt.

Dieter macht sich deshalb auf die Suche nach einer anderen Bleibe. Unser Favorit ist voll, bleibt das “Grand Hotel”. Das ist, anders als der Name nahelegt, kein Fünf-Sterne-Palast, sondern ein solides Mittelklasse-Hotel mit Restaurant gleich beim zentralen Platz, der “Plaza de 25 de Mayo”. Wie in Potosi liegt unser Zimmer direkt an der hübschen Patio, die reich mit Pflanzen bestanden ist. Eine Heizung vermissen wir diesmal nicht, denn das Klima ist deutlich milder als in Potosí. Sucre liegt “nur” 2.750 Meter über dem Meeresspiegel in einer hügeligen, vergleichsweise grünen Landschaft.

Gut in Schuss

Schon auf dem Weg vom Kulturcafé Berlin zum Hotel fällt uns auf: Sucre (rund 250.000 Einwohner) ist besser in Schuss als Potosí. Beide Städte haben die fast vollständig erhaltene Kolonialarchitektur gemeinsam, die auch Sucre 1991 den Titel Weltkulturerbe eingebracht hat. Doch während in Potosí der Putz bröckelt, glänzen in Sucre die frisch gestrichenen weißen Fassaden in der Sonne. Die zentrale Plaza, die wir überqueren, ist ein Schmuckstück für sich. Eine sorgsam gepflegte Gartenanlage unter hohen Palmen mit Springbrunnen und zahlreichen Bänken, auf denen alte Herren Zeitung Lesen und Kinder herumturnen. Oder dummerweise Tauben füttern. Umgeben ist der Platz von der riesigen, weißen Kathedrale und anderen historischen Gebäuden. Wir sind froh, dass wir hier drei Tage eingeplant haben, um uns von den strapaziösen letzten Tagen zu erholen.

Am Abend folgen wir dem Tipp des “Lonely Planet” und gehen im “Tentaciones” gleich um die Ecke von unserem Hotel essen. In dem stylischen Lokal soll es “innovative nicht-alkoholische Fruchtcocktails” zu Pizza und Pasta geben. Die gibt es auch, so innovativ, dass ich nicht mehr weiß, was das grünliche und das rote Zeug war, das wir tranken. Innovativ ist auch der Gebrauch des Fernsehens in der Gaststätte. Auf drei supermodernen Flachbildschirmen laufen Musikvideos. Allerdings ohne den zugehörigen Ton. Musik kommt aus den riesigen Lautsprecherboxen, die im Raum hängen. Allerdings völlig andere als in den Stummfilm-Musikvideos. Für Menschen wie mich, die noch an den vernünftigen Gebrauch des TV-Geräts glauben, sind manche Länder eine harte Prüfung.

Am Sonntag (1. Juni) geben wir uns ganz der Ruhe hin, den die Kirche an diesem Tag fordert. Im streng katholischen Sucre sieht man es allerdings mit der Sonntagsruhe nicht so eng. Die meisten Geschäfte haben geöffnet, auf dem Markt herrscht Trubel und die vielen alten Indiofrauen, die gebeugt und mit zerfurchten Gesichtern durch die Straßen ziehen und die Hand aufhalten, gönnen sich auch keine Pause.

Stadtrundgang

Am Montagvormittag gehen wir in ein Reisebüro und buchen einen Stadtrundgang. Die perfekt englisch sprechende Dame stellt uns in Aussicht, eine deutsch sprechende Führerin organisieren zu können. So kommt es auch. Um 14 Uhr holt uns Maria, eine rundliche Dame in den besten Jahren, vom Hotel ab. Maria hat Deutsch fürs Lehramt studiert, kann aber durch solche Jobs mit Touris viel mehr Geld verdienen als in Klassenzimmern, erzählt sie uns. Maria nimmt uns per Taxi hinauf zum Kloster “La Recoleta”, 1601 von Franziskanern gegründet. Von der Anhöhe haben wir einen wundervollen Blick auf die Stadt und ihre Umgebung. Das Kloster wird überragt von zwei Hügeln. Zwischen beiden, so erklärt Maria, sei 1538 die Stadt gegründet worden. Sie hieß damals La Plata und wuchs wegen ihrer Nähe zum reichen Potosi zu einem administrativen und kulturellen Zentrum heran. 1622 wurde die Universität gegründet, die älteste Boliviens. Nach der Unabhängigkeit Boliviens von Spanien 1825 wird die Stadt zu Ehren von Antonio José de Sucre, Freiheitskämpfer und Weggefährte von Simon Boliviar, in Sucre umbenannt und zur Hauptstadt des neuen Staats Bolivien erklärt. In der “Casa de Liberdad” an der zentralen Plaza wurde die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben. 1899 wurde der Regierungssitz nach La Paz verlegt, Sucre blieb aber Hauptstadt Boliviens und Sitz des Obersten Gerichtshofs.

Nach diesem Abriss der Stadtgeschichte geht Maria mit uns zum “Museo de Arte Indigena”, das gleich bei La Recoleta liegt. Das Museum zeigt die Webkunst der indigenen Bevölkerung im südlichen Zentralbolivien. Die hinter dem Museum stehende Organisation versucht mit Erfolg die Tradition der Webarbeiten in den Dörfern wiederzubeleben und durch den Verkauf der Textilien Einkommensquellen für die indigene Bevölkerung auf dem Land zu schaffen.

Wir sprechen mit Maria auch über unsere Beobachtung, dass Kinder auf dem Land womöglich nicht zur Schule gehen. Das stellt sich als Irrtum heraus. Wenn Kinder zur Schulzeit auf der Straße zu sehen sind, dann kann das daran liegen, dass Mädchen oft morgens und Jungs erst nachmittags Unterricht haben, erklärt uns Maria. Sechs Jahre Grundschule sei auch auf dem Land einzuhaltende Pflicht.

Wir gehen dann wieder hinunter in die Stadt, kommen an etlichen Kirchen und Klöstern vorbei, an der Kathedrale und der Casa de la Liberdad. Gleich hinter dem Gebäude des Obersten Gerichtshofs beginnt Sucres größter Park, der Parque Bolivar. Auf dem Dach eines historischen Gebäudes, das mir leider nicht mehr einfällt, endet der Rundgang. Hier können wir schöne Fotos von Sucre bei Sonnenuntergang schießen.

Am Dienstag ist etwas Aufruhr in der Stadt. An der Casa de la Liberdad haben sich Leute festgekettet, protestüorolen erklingen und etliche Kreuzungen werden blockiert. Die Passanten scheint das nicht besonder zu interessieren, so was kommt hier wohl recht oft vor.

Apropos Sucre: Der Name passt auch, weil Sucre als “Schokoladenhauptstadt Boliviens” gilt. In der Innenstadt trifft man an jeder Ecke auf ein Süßigkeiten-Geschäft.

Eigentlich ist unser Plan, von Sucre über Cochabamba nach La Paz zu fahren. Als wir beim Shoppen an einem Fair-Trade-Geschäft für Textilien vorbeikommen, ändert sich das. Der Besitzer, ein Schweizer, bringt uns nämlich auf die Idee, einen Schlenker über Samaipata zu machen. Dort herrscht nicht nur angenehmes Klima, sondern bei der Stadt liegt auch ein besuchenswerter Nationalpark und eine Festungsanlage der Incas.

Das Problem ist bloß: Der Bus nach Samaipata fährt um 16 Uhr los und kommt in den frühen Morgenstunden in Samaipata an. Eigentlich wollten wir in Bolivien auf keinen Fall nachts fahren. Auch das Auswärtige Amt warnt wegen der schlechten Straßen und der großen Unfallgefahr vor Nachtfahrten. Wir kaufen für Mittwoch dennoch ein Ticket. Damit beginnt eine Serie von anstrengenden und aufregenden Busfahrten.

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2 Kommentare zu “Potosi und Sucre, Bolivien: Irrtümer”

  1. Peter Schweer sagt:

    Na, das ist ja wirklich mal eine aufgeräumte Stadt, die alles zu bieten hat, was der klischeebeladene Südamerika-Tourist erwartet. Selbst die Bettelnden sind hübsch rausgeputzt!

    Deine Berichte, Dieter, lese ich mit anhaltendem Interesse und viel Vergnügen! Weiterhin gute Reise Euch beiden!

    • Dieter sagt:

      Als klischeebeladener Tourist hätte ich auch zerlumpte Bettler erwartet. Die sieht man allerdings nicht nur im aufgeräumten Sucre, sondern auch anderswo in Bolivien und Peru recht selten – im Gegensatz zu Hamburg-Altona. Unsere Stadtführerin hat zu den bettelnden alten Indiofrauen gesagt: “Denen ist langweilig”. Diese Aussage habe ich verschwiegen. Warum eigentlich? Weil sie nicht zu meinen Vorurteilen passte?
      Als Tourist ist der Blick zwangsläufig oberflächlich. Um über die sozialen, gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse in Südamerika ernsthaft etwas sagen zu können, muss man schon länger dort leben. Wie die junge Frau im nächsten Bericht.

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