Neuseeland: Mit Oliver zum Arthur’s Pass

Oliver kennt sich aus in der “Wilderness”. Er zeigt Möchtegern-Naturburschen wie man Gemsen nachsteigt und Wildschweine jagt. Für uns gibt’s eine Softversion: Wandern am Arthur’s Pass.

Etwas weniger reißerisch: Oliver ist ein junger Mann von 22 Jahren. Er ist der Sohn einer guten Bekannten meiner Schwägerin Mary. Gelegentlich nimmt er deren Kinder Felix und Lucas zu Abenteuertouren mit, zeigt ihnen zum Beispiel wie man ein Floß baut. Eigentlich hat Oliver gelernter Metzger, was man ihm aber nicht ansieht. Jetzt versucht er, mit einem Freund eine Agentur aufzubauen, die Städter mit der Wildnis vertraut macht. Auch das Jagen gehört dazu, das ist in Neuseeland eine Art Volkssport.

Oliver bietet uns an, mit ihm eine Tagestour zum Arthur’ Pass zu unternehmen. Das nehmen wir gerne an und brechen am Samstag (8. März) auf. Wie es sich gehört, sind wir mit einem Wagen mit Vierrad-Antrieb unterwegs, der so hoch ist, dass das Einsteigen schon die erste sportliche Übung ist.

Arthur’s Pass ist einer von drei Straßenpässen, die über die Neuseeländischen Alpen führen und zwar der nördlichste. Er ist rund 920 Meter hoch und etwa zwei Autostunden von Christchurch entfernt. Über ihn führt der State Highway 73, fährt man ihn weiter Richtung Westen, gelangt man nach Greymouth an der rauhen Westküste Neuseelands.

Oliver hat die Gegend ausgewählt, weil man hier recht einfach der alpinen Bergwelt nahe kommen kann. Wir gehen den “Otira Valley Track”, einen Wanderweg mit mäßigen Steigungen entlang des gleichnamigem Gebirgsbaches. Nach zwei Stunden erreichen wir einen Rastplatz, ab hier sollte man nur noch mit alpiner Ausrüstung weitergehen. Nix für uns.

Wir sind glücklich, so nah den Gipfeln zu sein, die weiß ünerpudert sind. Und das ohne uns verausgabt zu haben. Ein kluger Führer, der Oliver. Zumal er uns auch immer wieder Flora und Fauna erklärt. Helga ist nach vier Stunden über Stock und Stein dann doch recht müde. Für Dieter gibt’s als Zugäbe noch einen kurzen Gang zu “Devil’s Pumchball”. Das ist ein Wasserfall, den man in dreißig Minuten über einen steilen, vorbildlich angelegten Treppenweg erreichen kann. Die Fallhöhe dürfte so um 70 Meter sein. Nicht ganz die Iguazu-Fälle in Argentinien, zu denen wir hoffentlich noch kommen werden, aber immerhin.

Vermüllumg war ja schon Thema. Oliver können wir dabei beobachten, wie er eine fremde weggeworfene Cola-Dose (was auch in Neuseeland selten vorkommt) vom Wegesrand aufhebt und zur Entsorgung (wie in Neuseeland staatlicherseits Müll “entsorgt” wird, wäre ein eigenes Thema) mitnimmt.

Und nun lasst Fotos sprechen.

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2 Kommentare zu “Neuseeland: Mit Oliver zum Arthur’s Pass”

  1. heidi p.b. sagt:

    Hallo Dieter ! Das ist eine tolle Reise, die ihr macht. Glückwunsch! Deine regelmäßige Berichterstattung in Text und Bild ist super informativ. Ich wünsche euch weiterhineine wunderbare Reise.
    herzliche grüsse aus den schweizer alpen
    Heidi.

    • Dieter sagt:

      Liebe Heidi, es freut mich sehr, dass auch Du zu den Leserinnen des Blogs gehörst. Ich wünsche Dir eine tolle Zeit in den Schweizer Bergen – wo auch sonst ;-)?
      Dieter

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